die musiker hinter den "gestrandeten Seelen"


Sage und schreibe 20 Jahre sind mittlerweile ins Land gezogen als die gebürtige bayerische Musikerin Nina Stern, die mittlerweile ebenso lang im burgenländischen Mischendorf beheimatet ist, einen der begehrten Bergkristalle beim Grand Prix der Volksmusik in Burgenland holte. In der Zwischenzeit steht sie mit Ehemann und Geschäftspartner Franky Wild erfolgreich als ZWEIER WG auf der Bühne. 

Wir schreiben das Jahr 2005 als Nina Stern, gemeinsam mit den Zillertaler Haderlumpen und ihren afrikanischen Freunden und dem polarisierenden Titel "Schau nicht weg, wir sind die Zukunft" zum Vorentscheid des legendären Grand Prix der Volksmusik antraten. Im Wiener Vorentscheid belegte die kunterbunte Truppe den zweiten Platz und vertrat somit ihr Heimat-land im internationalen Finale im Züricher Hallenstadion und belegte einen der heißbegehrten drei Siegerplätze. Seitdem ziert einer von insgesamt rund 30 jener besagten Auszeichnungen auch noch heute voller Stolz das Wohnzimmer im burgenländischen Mischendorf. Fast mit Tränen in den Augen berichtet die Sängerin von den vielgefeierten Grand Prix Partys, die im ganzen Burgenland am Abend der Endausscheidung stattfanden und von den emotionalen Empfängen am Tag nach dem Wettbewerb in der Bezirkshauptstadt Oberwart und in ihrem Heimatort. 

Unvergessliche bewegende Momente und unbeschreibliche Auftritte in großen Eurovisions-TV-Sendungen wie z.B. die "Benefiz-

gala zugunsten der Welthungerhilfe" an der Seite von Show-Legende Dieter Thomas Heck, die Krone der  Volksmusik oder aber auch das ZDF-Sonntagskonzert und mehrmals "Immer wieder sonntags" folgten. Große Bühnen durfte die Musikerin in Zuge dessen mit ebenso großen Kollegen wie Peter Maffay, Albert Hammound, Pur, Lutricia McNeal und Mitgliedern der Kelly Family teilen. Auf dem Schoß des unvergessenen Gunther Philipp sang diese ihm die schönsten und erfolgreichsten Hits von Peter Alexander. An der Seite von Ernst Grissemann führte sie als Moderatorin für das BKF, aber auch den deutschen Privatsender Goldstar TV durch diverse Schlagerformate und hatte die Ehre, als eine der ersten Moderatorinnen des Landes, die heute Schlagerikone Helene Fischer zu deren Karrierebeginn, in einer ihrer Sendungen zu begrüßen. Der Nummer 1-Hit "Wie lang schlägt mein Herz noch allein" folgte, ihr "Langzeitlover" liegt dem geneigten Schlagerhörer auch heute noch im Ohr. 

Aber drehen wir die Zeit noch einmal um ein paar Jahre zurück . . . . 

. . . zurück ins Jahr 1998, als Nina Stern zum ersten Mal bei diversen Auftritten und den damals üblichen und vielverbreiteten Musikantenparaden auf ihren heutigen Ehemann Franky Wild traf, der damals erfolgreich als Solosänger der steirischen Formation "Die Freiberger" ("Es muss nicht jeder Musikant ein Casanova sein", "Ich hätt Dich küssen sollen") ebenfalls über die eigene Landesgrenzen hinaus große Erfolge feierte und ebenso bei Weitem kein Unbekannter ist. Er teilte sich im Laufe seiner Karriere ein Bühne, samt roten Teppich, mit Boney M. Star Liz Mitchell, agierte als Vorband der Spider Murphy Gang und von Pop-Ikone Nena und war zu damaligen Zeiten u.a. Stammgast in Kult-Shows wie dem "Musikantenstadl".

Beide erinnern sich gerne zurück an diese großen "goldenen" Schlagerzeiten ihrer jeweiligen "alten" Karriere und müssen heute rückblickend erkennen und mit einem Augenzwinkern zugeben, dass damals schon mehr als Sympathie vorhanden  ge-

wesen wäre, jedoch schmiedete das Leben zunächst andere Pläne, die Wege trennten sich und Mitte bzw. Ender der 2000er Jahre legten beide vorerst aus privaten Gründen ihre musikalische Laufbahn auf Eis.

 

Getreu den Worten von Peter Cornelius "Du entschuldige i kenn Di" folgte im Jahr 2014 ein zufälliges Wiedersehen und das Schicksal nahm "folgenschwer" seinen Lauf als Nina Stern, die zu diesem Zeitpunkt lediglich im Management und Promotionsbereich tätig war, das Management der steirisch-burgenländischen Austropop-Formation "Austria4you" übernahm. Aber auch zu diesem Zeitpunkt sollten erneut einige Jahres in Land ziehen, bis aus der vorhandenen Sympathie erneut mehr werden sollte. 

 

Auch heute noch ist Franky Wild, neben seinem musikalischen Wirken in der ZWEIER WG, Bandleader und Frontmann der erfolgreichen und gefeierten Live-Band, die über die Landesgrenzen hinaus bei Festivitäten aller Art für beste Partystimmung bis in die frühen Morgenstunden sorgt. 

Ab und zu dauert es eben seine Zeit, bis selbige reif ist, aber das Leben scheint am Ende immer zusammenzuführen, was zusammengehört. Das vorläufige Happy-End des Musikerpaares feierten die beiden im September vergangenen Jahres im Rahmen ihres romantischen Ja-Wortes im malerischen Madonnenschlössel in Bernstein mit engsten Freunden, Vertrauten und Weggefährten. 

 

Und somit lautet das Motto der mindestens nächsten 20 Jahre für das musikalische Ehepaar erneut: "Schau nicht weg, wir sind die Zukunft!" Diese sehen Nina Stern und Franky Wild neben der kreativen Arbeit, für sich und zahlreiche Künstlerkollegen, in ihrem eigenen Tonstudio "wildstar", in der Verwirklichung und Veröffentlichung ihrer "Schatztruhe der Träume", einem Kinder-

buch mit kurzen gute Nachtgeschichten, die die guten alten Zeiten der Gebrüder Grimm neu zum Leben erwecken sollen, aber vor allem in ihrem Live-Programm "Kultschlager und Hits aus fünf Jahrzehnten", welches eine Hommage an die großen, alten Schlagerstars darstellt, welche die ZWEIER WG selbst dazu bewegten, diesen Weg auf den Brettern, die die Welt bedeuten, eingeschlagen zu haben. Egal ob auf kleinen oder großen Bühnen: Schlager ist und bleibt Kult, noch dazu aus den goldenen Jahrzehnten, erst recht dann, wenn diese - ob von jung oder alt - lautstark mitgesungen werden können. 

Was zählt ist immer das Ende einer Geschichte, und die Geschichte der ZWEIER WG ist nicht nur vom wahren Leben geschrieben, sondern neben der gemeinsamen Liebe auch von jeder Menge gemeinsamer Leidenschaften gekrönt. Und egal, was das Leben den beiden "Gestrandeten Seelen" (aktuelle Single) noch bringen mag, eines bleibt diese Ehe, auch wenn Franky seine Nina damals vielleicht schon hätte küssen sollen, auf jeden Fall für alle Zeiten: "Wild!"